Koordinationsgruppe

Birgit Mitawi

Demokratie und Integration Brandenburg e.V., RAA Brandenburg

BREBIT, internationale Jugendbegegnung, Projektgeburtstag 20 Jahre Begegnungen mit Sansibar, Besuch von Gästen aus Tansania und Evaluation verlangten auch in diesem Jahr sehr viel Engagement und einen ständigen Spagat zwischen Seminaren und inhaltlicher Arbeit, notwendigen organisatorischen Tätigkeiten, Antragspflichten und dem Bedürfnis zu hospitieren, zu lernen sowie Referentinnen und Referenten zu erleben.

Höhepunkt war für mich das Projekt mit Jugendlichen aus Deutschland, Tansania und Bolivien in Sansibar. Die Jugendlichen brachten ihre Lebenserfahrungen ein, sie erkundigten sich bei Bäuerinnen in Bambi und bei Fischern in Fukuchani über deren Situation. Sie erlebten, wie sich die Familien ihrer Gastgeber/-innen ernähren und warum die Eltern von Azaluu auf Hühner aus Brasilien lieber verzichten würden. Die Erfahrungen wurden in einem Spiel aufbereitet. Ein Film zeigt, wie die Jugendlichen gearbeitet und wie sie die Frage „Dinner for one oder für alle“ beantwortet haben.

Das gemeinsam entwickelte Spiel wurde genutzt, um mit Teilnehmenden am BREBIT-Auftakt zu Fragen der Ernährung in Tansania, Bolivien und Deutschland ins Gespräch zu kommen. Es freut mich sehr, dass zum zweiten Mal unsere Partnerinnen und Partner aus Sansibar den Auftakt der BREBIT mitgestaltet haben. Hier wird sichtbar, wie unterschiedliche Projekte helfen, die BREBIT partizipativ zu gestalten, wie die BREBIT auch Jugendlichen eine Plattform bietet, ihre Erfahrungen weiterzugeben. An dieser Stelle würde ich gern mehr Zeit investieren, denn diese Arbeit motiviert besonders und gibt mir die Chance, viel Neues zu lernen.

Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen aus Sansibar hatte ich dann noch die Möglichkeit, in den Partnerschulen der BREBIT in Dabendorf, Frankfurt (Oder), Werder, Falkensee und Potsdam insgesamt 25 Projekttage abzuhalten.

Eine intensive Zeit der Begegnung und der Bildungsarbeit liegt hinter mir, in der auch noch wichtige Anträge geschrieben werden mussten, um die Finanzierung der BREBIT 2013 zu sichern. Im nächsten Jahr verändern sich für die BREBIT und für die Menschen, die sie gestalten, die Förderstrukturen. Auch wenn es politische Bekundungen gibt, die BREBIT weiter zu finanzieren, fehlen bisher  verbindliche Zusagen (Stand: 16. Dezember). Wir evaluieren und planen gerade in eine Zukunft, die auf wackeligen Beinen steht.

Das neue Jahr wird noch schwieriger für mich als Hauptverantwortliche für die BREBIT-Finanzen und für die Geschäftsführung des Trägervereins RAA, denn die Zeit des Wartens auf Zuwendungsbescheide, die die Finanzierung unserer Arbeit und der BREBIT verbindlich machen, strapaziert unsere Nerven und verlangt auch Mut zum Risiko.
Unbeeindruckt davon läuft die Zeit und die Arbeit drängt, denn im Januar muss der Flyer für das neue BREBIT-Jahr erarbeitet, gestaltet, gedruckt und verteilt werden, damit wir durchstarten können. 

Wenn wir schon mit der neuen BREBIT begonnen haben, sitze ich noch an den Verwendungsnachweisen und verarbeite die Ergebnisse unseres Evaluationsseminars in Berichten und Analysen. Den Abschluss des Jahres bildet die Arbeit an dieser Dokumentation.

Kontakt:
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Birgit Mitawi
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